
GREEN WALL
Als „grüne Stadt“ zu gelten, ist für viele Metropolen heutzutage ein Aushängeschild für Lebensqualität. Doch ist das Thema Stadtbegrünung nicht unbegründet ein so populäres Thema in der Entwicklung urbaner Baukonzepte. Straßenlärm, Überhitzung und schlechte Luftqualität sind nur einige Probleme, denen mit Begrünungsmaßnahmen entgegengewirkt werden kann. Im Sommersemester 2020 haben wir uns als Dreierteam im Rahmen des Pilotprojekts dem Oberthema „Social Design“ gewidmet. Mit dem Fokus auf Stadtbegrünung ist ein soziales Designkonzept entstanden. Ganz gezielt haben wir nach Lösungen gesucht, um dem Schwinden von begrünten Flächen im öffentlichen Raum entgegenzutreten. Dabei war das primäre Ziel die Steigerung der Lebens- und Wohnqualität der Bewohnerinnen und Bewohner, unabhängig von sozialer Herkunft und gesellschaftlicher Position. Dabei sind wir unterschiedliche Wege gegangen, um eine umfassende Lösung zu finden.
Projektarbeit mit: Hanna Völzke, Wanja David Biesecker
-2020
IDEEN & ENTWÜRFE





E01 | Pflanzenparkhaus

E02 | Fassadensystem






E03 | Fassadensystem



- modular
- skalierbar
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E05
E04 | Überdachtung von Parkplätzen


E05 | Bepflanzung von Objekten im öffentlichen Raum

E01 | Fassadensystem




FUNKTIONSPRINZIP & SYSTEMABLAUF


01
| NUTZERANALYSE
Um den Bedarf an Erzeugnissen festlegen zu können wird eine Analyse vorgenommen. Essgewohnheiten und existierende Marktanalysen schaffen eine Grundlage für die primäre Bedarfsermittlung. Über die Korrespondenz der App können Nutzer Bestellungen Aufgeben, die Vorschläge des Systems einsehen oder bearbeiten und ihren Nahrungsmittel Bezug aussetzen. Nicht entgegengenommene Nahrungsmittel werden bei Schritt 6. an öffentliche Vergabestellen weitergeleitet und der Allgemeinheit angeboten.

Green Wall Hausbewohner
Flatrate Kunde
Bevorzugt
Tomaten
Aubergine
Kräuter B1, D3, F2
Nächste Lieferung:
22.07.2025 | Tomaten
22.07.2025 | Kopfsalat
22.07.2025 | Kräuter D3
02
| BEPFLANZUNGSPLAN
Im vernetzten Konzept kommunizieren die einzelnen Anbau Standorte die aktuellen Bestände und Bedarfe. Mittels eines Abgleichs zwischen Ernteprognosen und Bedarf werden Bepflanzungspläne erstellt. Hierbei müssen logistisch intelligente Systeme etabliert werden um möglichst wenig Aufwand für Lagerung und Transport zu betreiben.


03
| AUFZUCHT
Das Ansetzen der Pflanzen wird von Arbeitskräften übernommen, die Samen, Stecklingen, oder mit Hormonen erzeugte Duplikate in kleine Faserwürfel einsetzen. Diese Würfel begleiten die Pflanze im gesamten Zyklus. Die kleine Pflanze wird mit ihrem künstlichen Substrat in die Pflanzensäulen eingesetzt und dort mit Nährstoffen versorgt. Ist eine bestimmte größe der Pflanzen erreicht, werden diese mit dem Beförderungssystem zu den um das Haus fahrenden Schlitten transportiert.

04
| APP
Der Nutzer wird permanten informiert und mit einbezogen.

05
| ÜBERGABE AM LIFT
Nachdem die Pflanzen eine bestimmte Größe erreicht haben, werden sie in das Transportsystem eingepflegt.

06
| LIFT
Die Physische und optische Schnittstelle zu den Pflanzen ist der Lift. Mit integrierten Kameras und Sensoren wird die Erntezeit ermittelt, Schädlingsbefall festgestellt oder den Kundinnen ein Blick auf ihre Ernte ermöglicht.

07
| EINSETZEN
Als mobile Einheit hat das Panel die Aufgabe der Sonne zu folgen oder diese zu meiden. Je nach Anspruch der Pflanzen wird die Position vom System vorgegeben.Um bei der Fortbewegung möglichst wenig Vibrationen oder Geräuschemissionen zu erzeugen, sollte an dieser Stelle auf die Transrapid Technik gesetzt werden.Flüssigkeits und Nährstoffversorgung werden über integrierte Tanks gewährleistet.

08
| PFLANZENSÄULE
In der Pflanzensäule werden die Pflanzenwurzeln mittels Wasserzerstäubern versorgt. Das auf der Aquaponik beruhende System beinhaltet Nährstofflösungen für die Pflanzen, welche über die Fischzucht generiert werden.

09
| MODUL
Als versorgungssystem ist eine erweiterte Variante des Aquaponik Systems vorgesehen. Die Fischbecken im unteren Teil des Gebäudes liefern Nährstoffe für die Pflanzen und verwerten Teile der Ernte. Die kombinierten Kreisläufe von Pflanzen und Fischzucht sind ressourcenschonend und ermöglichen maximale Nährstoffgewinnunf auf kleinstem Raum.
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10
| HAFEN
Der "Hafen" dient als Serviceschnittstelle für die Bepflanzung der Außenfassade. Als großes Panel an der Seite des Gebäudes bietet es den mobilen Pflanzen Schutz vor schlechten Wetterbedingungen.
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11
| NUTZER INTERAKTION
Der Nutzer wird über Ernteerträge informiert. Sollte man bestimmte Ernteerträge nicht gebrauchen, z. B. aus Gründen der Abwesenheit können die gespendet werden.

12
| ERNTE
Wenn der Zeitpunkt der Ernte eintritt, kommuniziert das System mit den zuständigen Mitarbeitern, welche dann die Ernte einleiten. Hierfür werden die jeweiligen Spindeln in die Ernteräume gefahren und dort der Ertrag gesichert.

13
| VERNETZUNG
Zwischen einzelnen Anbaustädten werden Konstant Erträge ausgetauscht. Durch diverse Standorte wird eine große Vielfalt an Pflanzen im Sortiment ermöglicht. Der Logistische betrieb ließe sich in existierende Strukturen integrieren. Eine eigens entwickelte, autonome Transportmöglichkeit ist denkbar.
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